Museum macht stark!

Filmprojekte im Fränkische Schweiz-Museum

„Unsere Heimat – Die Fränkische Schweiz und wir“ ist ein medienpädagogisches Filmprojekt des Fränkische Schweiz-Museums, das Kindern und Jugendlichen aus dem ländlichen Raum einen neuen Zugang zu ihrer Heimat ermöglicht. Im Rahmen des Projekts erhalten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler eine speziell konzipierte Führung durch das Museum, entdecken die Region aus neuen Perspektiven und entwickeln gemeinsam ihren eigenen Kurzfilm.

Mit fachkundiger Begleitung übernehmen die Jugendlichen alle Schritte der Filmproduktion selbst: von Schauspiel, Kamera- und Tonarbeit über Klappe, Maske und Regie bis hin zum Filmschnitt. Den feierlichen Abschluss bildet die Premiere des fertigen Films an der jeweiligen Schule.

Das Projekt wird im Programm „Museum macht stark“ des Deutschen Museumsbundes gefördert und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.
Bündnispartner sind die Graf-Botho-Grund- und Mittelschule Pottenstein, die Grund- und Mittelschule Gößweinstein sowie die Landesmediendienste Bayern e.V..

Zurück in die Vergangenheit – Februar 2025

Ein Hauch von Hollywood in der Fränkischen Schweiz: Im Februar 2025 wurde das Fränkische Schweiz-Museum zur Filmkulisse für ein ganz besonderes Projekt. Geflüchtete ukrainische Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Gößweinstein haben unter der Leitung der Medienpädagogen Andres Müller und Karin Stöhr einen eigenen Abenteuerfilm gedreht – mitten im Museum.

Ein Projekt mit Tiefgang – und Zeitreise

Vom 10. bis 18. Februar verwandelte sich unser Museum in ein lebendiges Filmset. Die Jugendlichen entwickelten in Teamarbeit ihre eigene Filmidee: Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern gerät durch eine geheimnisvolle Zeitreise in die Vergangenheit und erlebt dort ein spannendes Abenteuer mit einem Ritter, einer Hexe und dem Vampir „Drottenkopf“. Doch wie finden sie wieder zurück in ihre Zeit?

Sprache als Brücke

Obwohl Ukrainisch als Dreh- und Spielsprache möglich gewesen wäre, entschieden sich die Jugendlichen bewusst für Deutsch – und schrieben alle Dialoge selbst. Eine Herausforderung, die sie mit viel Engagement gemeistert haben. Dabei wurden sie in Drehbucharbeit, Schauspiel und Kameraführung professionell angeleitet und konnten ihre Ideen kreativ umsetzen.

Das verfluchte Museum – November 2025

Auch im November 2025 wurde das Fränkische Schweiz-Museum erneut zur Bühne für ein kreatives Medienprojekt. Eine weitere Klasse der Mittelschule Gößweinstein nutzte die historischen Räume des Museums als Schauplatz für ihren eigenen Kurzfilm – erneut begleitet durch die Medienpädagogen Andres Müller und Karin Stöhr.

Ein Mystery-Plot mitten im Museum

Diesmal stand eine geheimnisvolle Geschichte im Mittelpunkt: Während einer Museumsführung verschwinden plötzlich mehrere Schülerinnen und Schüler spurlos. Die verbleibende Gruppe macht sich auf die Suche. Raum für Raum entfaltet sich ein spannender Mix aus Detektivarbeit, Mystery und Humor, bis alle Vermissten schließlich wieder auftauchen.

Kreativität und Teamarbeit im Fokus

Wie schon im ersten Projekt entwickelten die Jugendlichen ihre Handlung selbst, planten Szenen, spielten vor der Kamera und übernahmen technische Aufgaben wie Ton, Kamera oder Klappe. Dabei konnten sie erneut zeigen, wie viel Kreativität und Teamgeist in ihnen steckt – und wie inspirierend das Museum als Lern- und Erlebnisort wirkt.