Wo stehen wir aktuell mit dem KI-Projekt?
„Die Recherche in der Abteilung ‚Glaube‘ ist eben abgeschlossen. Der nächste Schritt wird das strukturierte Einpflegen der Inhalte sein, über das Backend – so bauen wir unsere KI-Datenbank Abteilung für Abteilung auf. Dabei erfassen wir Objektinformationen so, dass sie sinnvoll miteinander verknüpft sind. Es gibt zum Beispiel einen Ort mit allgemeinen Informationen zu Schlafzimmerbildern, und der ist mit allen drei Bildern in der Ausstellung verknüpft. Dazu hat aber jedes Schlafzimmerbild auch seine eigenen Daten, denn sie sehen ja auch unterschiedlich aus.“
Was sind die nächsten Schritte – und welches Potenzial hat KI im Museum?
„Als Nächstes starten wir eine Testphase im Museum. Erste Besucherinnen und Besucher sollen die Anwendung ausprobieren können. KI hat zwar seine Gefahren, aber hier können wir die positive Seite voll ausschöpfen! KI ermöglicht eine individuelle und auch mehrsprachige Vermittlung. In Dialogform, wie bei einem lockeren Gespräch, können wir die Infos viel spannender anbieten. Außerdem kann man im Chat, je nach Interesse und Vorwissen, unterschiedlich tief gehen – das eröffnet ganz neue Möglichkeiten für unsere Gäste.“
Wie sichern wir die Qualität der Antworten?
„Alle Inhalte werden von uns fachlich geprüft, bevor sie ins System kommen. Ein vorgeschaltetes KI-Modell sorgt anschließend dafür, dass die Informationen strukturiert werden – sie werden dabei nicht gekürzt oder inhaltlich verändert. Danach erfolgt eine zweite Prüfung, wo wir schauen, ob das Sprachmodell die Daten richtig aufgenommen hat und sozusagen „versteht“.“
Was macht die Museums-KI besonders?
„Der große Unterschied zwischen unserer Museums-KI und all den anderen ist, dass wir durch die Tests das „Halluzinieren“ ausschließen und unsere KI nur verlässliche Quellen aufrufen kann. Wenn unsere KI etwas nicht weiß, ist sie ehrlich und gibt es zu.“
2026 © FSMT