Sonderausstellungen

AKTUELLE SONDERAUSSTELLUNG

FRAUEN UND KINDER IM MITTELALTER

13. Mai - 18. September 2022

„Frauen und Kinder im Mittelalter“ beleuchtet die unterschiedlichen Lebenswelten in Dorf und Stadt, von den Bäuerinnen, über die Stadtbewohnerinnen und den adligen Damen, über verschiedene Zeiten und Räume hinweg. Schließlich ist das Mittelalter ein Zeitraum von 800 Jahren. Also eine lange Zeit in der sich auch sehr viel veränderte. 

Die Ausstellung basiert auf Texten von der Historikern Dr. Alice Selinger. Die Themen sind weit gefächert und zahlreiche Objekte verdeutlichen auf besondere Weise die Lebenswelt von Frauen und Kindern. Unter anderem zeigen wir einen einzigartigen Gerichtsakt aus dem Nördlinger Stadtarchiv aus den 1470er Jahren. In diesem werden die Zustände im städtischen Nördlinger Bordell genau beschrieben. Der darin behandelte Fall von Els von Eystett ist europaweit einzigartig. In einem anderen Kapitel zeigen wir die Bedeutung von weiblichen Heilern für die mittelalterliche Gesellschaft auf. Im Bereich Spielzeug sind besonders die mittelalterliche Barbie, die Kruslerpüppchen herausragend. Diese detailreichen Tonfiguren zeigen die Mode der Elite zur damaligen Zeit und dürften so manche Sehnsüchte bei den Mädchen geweckt haben.     

Für Kinder gibt es eine kleine Selfiestation mit Kleidern zum Verkleiden und eine Spielstation mit Backgammon und Mühle. 

Unsere Museumspädagogik begleitet diese Sonderausstellung mit Material für Schulklassen und bietet auch spezielle Führungen zum Thema an. 

KOMMENDE SONDERAUSSTELLUNG

Helden, Götter, Krisen. Oberfranken zur Epoche des Trojanischen Krieges

12. Mai - 17. Oktober 2023

 

Durch die überlieferten Geschichten durch Homer und durch erhaltene Briefe und Staatsverträge auf Keilschriftentafeln in vorderasiatischen Hauptstädten sind uns besondere herausragende Einzelpersonen (= Helden), die kultische Welt (= Götter) bekannt. Wir haben aus der Spätbronzezeit, die in unserem Raum von der Urnenfelderkultur getragen wird, keine schriftlichen Belege, die uns unterstützen könnten. Dennoch scheint es auch in unserem Raum eine Tendenz zu „heldenhaften“ Einzelpersonen und einer reichhaltigen Glaubenswelt gegeben zu haben.

In der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends vor Christus lassen sich zahlreiche Ereignisse (= Krisen) feststellen, die die Menschen zur Anpassung zwangen. So folgten auf Vulkanausbrüche, wie beispielsweise Santorini (17./16. Jhdt. v. Chr.) im Mittelmeer und Hekla (1159 v. Chr.) in Island, klimatische Veränderungen, die massive Einschnitte für die Menschen in Mitteleuropa und dem östlichen Mittelmeer bedeuteten. In der Folge kam es zu großen Bevölkerungsbewegungen. Natürliche Krisen wurden durch anthropogen beeinflusste Krisen (= Krieg) verstärkt und folgen quasi aufeinander.

Die Ausstellung spürt nach, wie in Oberfranken die Menschen zur Zeit der Spätbronzezeit gelebt haben. Grundlage sind archäologische Objekte und Befunde aus der Region. Für die Interpretationen werden positive und negative Beweise verwendet. Fehlende Objekte aus Oberfranken werden durch zeitgleiche, vergleichbare Objekte aus anderen Regionen veranschaulicht. Dies geschieht unter dem Schlagwort „externe Evidenz“.

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